Du sollst ein Segen sein…
…so ist die diesjährige Bistumswallfahrt überschrieben.
Es ist die Zusage Gottes an Abraham, die auch uns gilt. Sie verbindet sich mit dem Zuspruch, dass Gott Abraham segnen werde.
Gottes Segen ist ein Geschenk, das uns Mut macht und innere Kraft verleiht.


Wir sind aber nicht nur Empfangende, sondern auch Gebende.
Den Segen, den wir empfangen, dürfen wir weitergeben. Dabei bedeutet segnen (bene dicere) wörtlich „Gutes sagen“. Wir wissen um die Bedeutung von Worten. Nicht nur wie sie gesprochen werden, sondern auch ihre Inhalte können ganz unterschiedliche Gefühle in uns auslösen. Sie können ermutigen oder Resignation hervorrufen, heilen oder verletzen, Brücken bauen oder Gräben aufreißen. Worte können an uns abprallen oder uns lange beschäftigen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Worte gut wählen, damit sie den Angesprochenen aufrichten. Achten wir im Alltag auf die Menschen, die unseren Weg kreuzen – in der Familie, auf der Arbeit oder auf der Straße. Ein Lächeln, ein Hilfsdienst oder ein liebevolles Wort machen uns zum Segen. Vielmehr ist es nicht und doch fällt es uns nicht immer leicht. Machen wir uns deshalb immer neu bewusst, dass wir von Gott bedingungslos angenommen sind und dass durch unsere guten Worte und liebevollen Gesten Gottes Liebe sichtbar wird. So können wir zum Segen werden. Den Segen Gottes dürfen wir auch für alle erbitten, für die in diesem Sommer etwas Neues beginnt. Denn gerade im Aufbruch und im Neubeginn brauchen wir den Mut machenden Zuspruch Gottes und der Menschen: den Segen.
Pfr. Daniel Rudloff

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