Liebe Gemeindeglieder,
die Faschingszeit ist vorbei.
Einige werden sagen, das ist schade, andere „Gott sei Dank“.
Mit dem Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen, die für uns Christen eine wichtige Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest ist. Verschiedene Angebote sollen uns dabei helfen.
Neben Kreuzwegandachten, Glaubensabenden, Bibellesungen, Bußgottesdiensten und dem Angebot der Beichte, kann man auch an den Exerzitien teilnehmen.
Wir Menschen fragen uns oft, wie können wir Gott und unser Leben zusammenbringen?
Dabei meinen wir, zum Vertiefen unseres Glaubens brauchen wir heilige Orte oder außerordentliches Tun. Aber solche „heiligen Orte“ kommen zunächst in unserem Alltag kaum vor. In der Regel trennen wir Sonntag und Werktag, Gebet und Arbeit, Heiliges und Alltägliches.
Gott kommt dann nur in der einen Realität vor, in der anderen aber – dem „wirklichen“ Leben eher selten. Vielleicht kann uns da die Anregung von Ignatius von Loyola helfen. Der hat folgendes dazu gesagt: „Gott kann gesucht und gefunden werden in allen Dingen“.
Exerzitien sind ein möglicher spiritueller Weg, Christsein im Alltag einzuüben. Alle Situationen, Ereignisse, Begegnungen, Fragen, Ängste und Hoffnungen lernen wir anzuschauen. Im Licht Gottes und des Evangeliums sollen sie entschlüsselt und im Glauben gelebt werden. Exerzitien sind also Übungen, um das eigene Leben auf Gott hin zu ordnen und es von ihm verwandeln zu lassen.
Ich wünsche allen eine gute Vorbereitung auf das Osterfest.
Stefan Zeiler, Gemeindereferent